0001: <b>Bild:</b> Pyrenäenberghund vor seiner Schafherde<br> 0002: <br> 0003: Durch das Fehlen von Raubtieren wie Wolf, Luchs und Bär, war Herdenschutz 0004: über Generationen kein Thema. Schutzmaßnahmen dienten dazu, ein 0005: <b>Ausbrechen</b> zu verhindern, nicht aber ein <b>Eindringen</b>. 0006: Entsprechend waren Arbeit der Hütehunde und Hilfsmittel wie Zäune oder Hecken 0007: ausgerichtet. Erst langsam lernt man, welche Anforderungen beispielsweise 0008: Stromzäune erfüllen müssen, um Wölfe zu vergrämen.<br> 0009: Herdenschutzhunde leben ständig inmitten ihrer zu schützenden Herde. Sie sind 0010: praktisch deren Mitglied. Bei Gefahr schlagen sie laut Alarm 0011: und vertreiben so den scheuen und vorsichtigen Wolf bevor etwas passiert. 0012: Wenn das nicht reicht, machen sie Front und stellen sich schützend vor die 0013: Herde, bei einem einzelnen Wolf notfalls auch kampfbereit. Sie flüchten 0014: nicht. Dadurch bleibt die Herde ruhiger. Reine Hütehunde, z.b. Borders, sind 0015: hierfür nicht nur physiologisch unzureichend gewappnet, sondern sie versuchen 0016: die flüchtende Herde zusammenzutreiben, verstärken also die (Flucht-)Bewegung 0017: und stimulieren so zusätzlich den Wolfsinstinkt "was wegrennt ist Beute".<br> 0018: Dies ist der wohl effizienteste Herdenschutz. Er hat Jahrhunderte 0019: funktioniert, auch und gerade in den Gebieten, wo Wölfe nie ausgerottet und 0020: Viehherden immer gegen sie zu schützen waren. Die bekanntesten 0021: Herdenschutzhunde und in ihrer Heimat bis heute im Einsatz sind 0022: Pyrenäen-Berghund, Owtscharka (Kaukasus), Sarplaninac (Balkan), 0023: ungarischer Kuvasz und türkischer Kangal.<br> 0024: Lange Tradition beim Herdenschutz, v.a.in Frankreich, hat auch die 0025: Intergration von Eseln in die Herde. Sie haben ein tief Verankertes Mißtrauen 0026: gegen alle Hundeartigen. 0027: <br> 0028:
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