0001: 16. <b>Bild:</b> Aus Bundesamt für Naturschutz 0002: <a href="http://www.eddieswheels.de/hm/Album/Urahn Wolf/Leitfaden BfN.pdf", 0003: target="blank">"Leitfaden</a> für den Umgang mit einer 0004: konfliktträchtigen Tierart in Deutschland", 2006<br> 0005: <br> 0006: Der Wolf - eine der umstrittensten Tierarten Europas. Jahrhunderte lang wurde 0007: er in Europa verfolgt, in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas ausgerottet. 0008: Erst in den 1960er und 1970er Jahren, als die Bestände vielerorts ihren 0009: Tiefpunkt erreicht hatten, wurden ihm in einigen europäischen Ländern 0010: Schonzeiten oder auch ganzjähriger Schutz zugestanden. Allmählich begannen sich 0011: die Populationen in Italien und Spanien, aber auch in Polen zu erholen. In den 0012: letzten 20 Jahren kehrten Wölfe sogar wieder in Gegenden zurück, in denen sie 0013: vorher ausgerottet worden waren. Norditalien, Frankreich, die Schweiz, 0014: Schweden, Norwegen, Finnland und nun auch Deutschland sind solche neuen, alten 0015: Wolfsgebiete.<br> 0016: Mittlerweile ist der Wolf durch die drei folgenden Richtlinien 0017: <u>international geschützt</u>:<br> 0018: 1. Das <b>Washingtoner Artenschutzabkommen</b> (CITES - Convention on 0019: International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora), das 0020: den Handel mit Wildtieren und Pflanzen kontrolliert.<br> 0021: 2. Die <b>Berner Konvention</b>, ein Übereinkommen zur Erhaltung und zum 0022: Schutz europäischer wildlebender Pflanzen und Tiere und ihrer 0023: Lebensräume.<br> 0024: 3. Die <b>FFH-Richtlinie</b> (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, 92/43/EWG), 0025: die europaweit die Ausweisung und Erhaltung von Lebensräumen und Wildtieren 0026: regelt und von allen EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden 0027: muß.<br> 0028: Dabei kommt es zwangsläufig zu Widersprüchen: so ist beispielsweise 0029: uneingeschränkter Wolfschutz kaum mit dem Schutz der durch Almwirtschaft 0030: geprägten alpenländischen Kulturlandschaft zu vereinbaren.<br>
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