0001: So süß, tapsig und wuschelig wie Hundewelpen. Immer wieder wird die Frage 0002: gestellt, ob der Wolf nicht ein "schickes" Haustier wäre. Gewissermaßen als 0003: unverfälschter "Urhund". Denn schließlich hat doch so die Geschichte des 0004: Hundes angefangen ...<br> 0005: Das muß scheitern!<br> 0006: Daß Hund und Wolf gemeinsame Vorfahren haben, beweist ihre DNA, die sich 0007: im <b>Gegensatz zu ihren Verhaltensweisen</b> kaum voneinander unterscheidet. 0008: Der Wolf ist ein sehr scheues Tier, das selbst bei frühem Kontakt zum 0009: Menschen nie richtig domestiziert werden kann. Ein Hund ist das genaue 0010: Gegenteil: Er ist zutraulich und <b>sieht den Menschen als seinen 0011: Rudelführer an</b>.<br> 0012: Die US-Biologin Kathrin Lord fand heraus, warum sich Wölfe nicht zähmen 0013: lassen: Die Unterschiedlichkeit manifestiert sich bereits in den ersten 0014: Lebenswochen. Lord beobachtete zwei separate Gruppen von Wolfs- und 0015: Hundewelpen und stellte fest, daß Wölfe sehr früh eigenständig sind. Der 0016: Geruchssinn beider Tiere entwickelt sich im selben Zeitraum, etwa nach zwei 0017: Wochen. Doch während das Wolfsjunge schon dann blind und taub und lediglich 0018: seinem Geruchssinn folgend seine Umgebung erkundet, vollzieht der Hundewelpe 0019: diesen Schritt erst, wenn er über alle Sinne verfügt. Hunde sind damit 0020: sicherer auf den Beinen als junge Wölfe, da sie ihre komplette Umgebung 0021: wahrnehmen können. Wölfe lernen hingegen von Beginn an, sehr vorsichtig, 0022: achtsam und selbstständig zu sein. 0023: Manche Menschen wollen dennoch einen Wolf als Haustier halten und schaffen 0024: sich sogenannte Wolfsmischlinge (Hybriden) an. Diese gelten zurecht als 0025: unberechenbar und ihre Haltung unterliegt strengen Auflagen. 0026: Als problematisch gelten auch Hunderassen, bei denen gezielt Wölfe eingekreuzt 0027: wurden. 0028: <br><br> 0029: ©Foto <a href="http://www.jimbrandenburg.com/">Jim Brandenburg</a>
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